Nobody move

Dieser Herbst ist anders.

Ich mag den Sommer nicht: Es ist heiß, man schwitzt sich dusselig im Büro und in der Schule, jagt von einem Kindi- und Schulgrillfest zum nächsten, erleidet Kreislaufprobleme und den sozialen Overkill, und wenn dann die Sommerferien anfangen, fängt es an zu regnen und alle fahren weg. Man selbst arbeitet, bespaßt Kinder und fällt in eine Art Schockstarre, bis alle wieder da sind. Der Herbst dagegen: tipptopp! Alle kommen wieder, Menschen und Strukturen kehren zurück und vermitteln einem die Illusion von Halt, Stabilität und Sicherheit, man selbst befindet sich auf der Zielgeraden Richtung Weihnachten.

Dieser Herbst ist leider anders. Menschen, die einem ans Herz gewachsen sind, gehen dauerhaft nach Nepal oder in die schwäbische Provinz; andere, auf die man gut und gerne verzichten könnte, bleiben und gehen einem auf die Nerven. Ich prangere das an. Wenigstens gibt es Konstanten in Form von Menschen, die lediglich nach Berlin, Korsika oder ins Allgäu gehen und wiederkommen oder das Büro gar nicht erst verlassen. Mein tiefster Dank gilt den Zuhausebleiber*- und Heimkehrer*innen.

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